BUND Naturschutz Wahl-Check 2026
Ergebnisbericht von Franziska Blume und Matthias Burkhardt, BN Ortsbeauftragte für Hohenbrunn
Im Vorfeld der Kommunalwahl will unsere Ortsgruppe des BUND Naturschutz in Bayern e.V. (BN) Transparenz schaffen bei den brennenden Naturschutzthemen in Hohenbrunn und erfahren, ob und wie sich die Kandidierenden für die Belange des Naturschutzes einsetzen wollen.
Allen fünf Kandidierenden für das Bürgermeisteramt wurde ein 3-seitiger Fragebogen vorgelegt. Der Fragenkatalog wurde außerdem an die Vorsitzenden von CSU, GRÜNE, SPD, Freie Wähler-ÜWG, Bürgerforum und FDP geschickt mit der Bitte um Weiterleitung an die Kandidatinnen und Kandidaten auf den Gemeinderatslisten. Die Rückmeldungen könnten unterschiedlicher nicht sein: Während einzelne Kandidierende ein umfassendes Naturschutzprogramm für Hohenbrunn mit detaillierten Maßnahmen vorlegen, flüchten sich andere in Floskeln und verweigern eine Beantwortung.
Der amtierende Bürgermeister und CSU-Kandidat Dr. Stefan Straßmair gab keine persönliche Rückmeldung. Die CSU-Vorsitzende Silke Trauner ließ uns wissen, dass man entschieden habe, den Fragebogen nicht von den einzelnen Kandidatinnen und Kandidaten ausfüllen zu lassen, und versicherte stattdessen, dass die Bewahrung der Schöpfung tief in der politischen Haltung der CSU verankert sei. Eine Ausgabenzusage für Naturschutzmaßnahmen bezeichnete sie als “unseriös”. Bürgermeisterkandidat Karlheinz Vogelsang (Freie Wähler-ÜWG) teilte uns mit, dass er unsere Fragen nicht beantworten werde und von einer Weiterleitung an alle für den Gemeinderat Kandidierenden absehe und weiter, dass er eine starke Verbundenheit mit der Natur und Umwelt habe. Auch Matthieu Ernst, der als parteiloser Kandidat ins Rennen um das Bürgermeisteramt geht, ließ den Fragebogen unbeantwortet, er möchte ein Gespräch mit uns erst nach der Wahl aufnehmen. Die FDP gab uns, auch auf Nachfragen, keine Antwort oder Nachricht.
Mit unseren Fragen eingehend befasst haben sich hingegen Bürgermeisterkandidat/in Anke Lunemann (GRÜNE) und Timo Leeser (SPD) sowie einige wenige Gemeinderatskandidaten von den GRÜNEN und dem Bürgerforum.
Zusammenarbeit und Naturschutz-Budget
Naturschutz braucht Verbündete, Fachwissen und finanzielle Mittel.
- Die Grünen bezeichnen Naturschutzthemen durchgehend als überragend wichtig. Sie gehen mit weitreichenden Vorschlägen voran. Anke Lunemann schlägt die Einrichtung eines Umwelt- oder Naturschutzbeirats vor (etwa nach dem Vorbild Fürstenfeldbruck), um u.a. den BN in naturschutzrelevante Entscheidungsprozesse einzubinden. Es werden deutlich höhere Gemeindeausgaben für Naturschutz, Umwelt- und Klimaschutz von bis zu 5 % des Haushaltsvolumens angestrebt.
- Timo Leeser (SPD) spricht sich ebenso stark für den Naturschutz aus, Naturschutzthemen sind für ihn überragend wichtig.Er betont, dass externe Expertise unerlässlich und man für konstruktive Vorschläge zum Naturschutz jederzeit offen sei. Die SPD reiche jedem die Hand, dem der Schutz der Lebensgrundlagen am Herzen liegt. Die Ausgabenhöhe für Naturschutz, Umwelt- und Klimaschutz will oder kann er nicht konkretisieren und nennt keinen %-Satz, jede notwendige Ausgabe müsse getätigt werden.
- Das Bürgerforum (vertreten durch den Vorsitzenden Manfred Haucke) hält Naturschutzthemenfür sehr wichtig. Haucke unterstreicht die Kompetenz des BN bei Umwelt- und Klimaschutz und wünscht sich eine fallweise Zusammenarbeit. Sein Ausgabenziel für den Naturschutz, Umwelt- und Klimaschutz liegt bei 1-2 % des Haushaltsvolumens.
Biodiversität unterstützen - Flächenverbrauch stoppen
Täglich verschwindet Naturraum unter Beton. Der BN fordert eine „Netto-Null“ beim Flächenverbrauch.
- Anke Lunemann und GRÜNE Gemeinderatskandidaten unterstützen das „Netto-Null“-Ziel konsequent und befürworten, dass nur noch dann neue Bauflächen ausgewiesen werden können, wenn noch nicht genutzte Flächen an anderer Stelle aus dem Flächennutzungsplan herausgenommen werden - mit einer abweichenden Stellungnahme: Wegen der stadtnahen Lage und guten Verkehrsanbindung sei, so ein Gemeinderatskandidat, Hohenbrunn besonders geeignet für maßvolle weitere Gewerbeansiedlungen, die bisher noch nicht im Flächennutzungsplan vorgesehen sind. Außerdem müsse man an Fläche für PV-Anlagen, Windkraftanlagen und Energiespeicher denken und die mit der Errichtung von Windrädern verbundenen Waldeingriffe hinnehmen. Die GRÜNEN haben konkrete Vorschläge zur Stärkung und Entwicklung artenreicher Lebensräume im Gemeindegebiet (abgesperrtes MUNA-Gelände, Biotop- und Ausgleichsflächen, Begleitgrün an Wegen und Straßen) und wollen mehr Artenvielfalt in Privatgärten fördern, ohne zu bevormunden. Blühende Gärten dürften nicht Alibifunktion für fehlenden Natur- und Artenschutz in der Fläche haben. Man wünscht sich mehr Aufklärung und Anleitung, will Begeisterung wecken für und Wissen verbreiten über den Artenschutz und dabei Zusammenarbeit mit allen relevanten Akteuren.
- Timo Leeser (SPD) steht nicht für ein “Netto-Null”-Ziel beim Flächenverbrauch. Er will die Biodiversität lokal u.a. durch Abschirmung des ökologisch wertvollen und sensiblen MUNA-Geländes stärken und die Artenvielfalt in Privatgärten fördern. Er setzt auf Informationskampagnen der Gemeinde.
- Das Bürgerforum hat keine klare Haltung zum “Netto-Null”-Ziel. Grundsätzlich wird die Förderung der Biodiversität befürwortet, es komme aber auf das Gesamtbild der Ortsentwicklung an, über Gabionenwände, Thujahecken usw. müsse man im Einzelfall entscheiden.
Waldzustand, Waldumbau, Bannwaldschutz
Der Erhalt von Wald und ganz besonders von Bannwaldflächen ist ein wichtiger Baustein des Naturschutzes. Doch wie soll der Wald geschützt und entwickelt werden?
Laut Förster Karl-Martin Einwanger (Vortrag im Rahmen der BN-Jahresversammlung im November 2025) sind rd. 20%der Waldbestände in unserer Region in den letzten 10 bis 15 Jahren direkt und indirekt durch den Klimawandel verloren gegangen. Beim Waldumbau gab es Rückschläge. Man habe zunächst auf heimische Laubbaumarten, wie Bergahorn oder Kirsche gesetzt. Es habe sich aber gezeigt, dass diese nicht mit der Dynamik des Temperaturanstiegs und den großen Temperaturamplituden zurechtkommen.
- Anke Lunemann und GRÜNE Gemeinderatskandidaten sind sich einig: Der Waldzustand ist stark beeinträchtigtdurch Trockenstress, Schädlingsbefall und Sturmschäden und auch durch intensive Waldarbeit mit schwerem Gerät (Harvester). Man ist vorsichtig bzw. sieht sich nicht imstande, eine Schätzung abzugeben, welcher %-Satz der Waldfläche in den vergangenen Jahren verloren ging (nur eine Angabe 5-10%). Der Waldumbau ist nur punktuell gelungen. Ein großer Teil der Waldflächen ist in Privatbesitz, deshalb will Lunemann den Waldumbau seitens der Gemeinde dadurch unterstützen, dass Informationen gebündelt, fachliche Beratung zugänglich und der Austausch zwischen Waldbesitzern, Forstfachstellen und Naturschutz gefördert werden. Weitere Eingriffe in den Bannwald werden von den GRÜNEN uni sono abgelehnt. Die unzulässigen Flächennutzungen im MUNA-Wald sollen endlich eingestellt werden.
- Timo Leeser (SPD) beurteilt Waldzustand und Waldumbau wie die GRÜNEN. Er schätzt, dass in unserer Region 8% der Waldflächen in den letzten 15 Jahren durch die Klimaveränderung verloren gingen.Er hält den Schutz unserer Wälder und Bannwälder für wichtig und will ihn erreichen durch nachhaltige Pflege und gezielte Aufforstungen sowie Schutz vor [nicht näher definierter] unnötiger Bebauung. Leeser schließt weitere Eingriffe im Bannwald aber nicht aus und äußert sich nicht zu den unzulässigen Flächennutzungen im MUNA-Wald durch Fremdfirmen und Gemeinde.
- Das Bürgerforum schätzt, dass sogar 40% desWaldbestandes in unserer Region in den vergangenen Jahren durch die Klimaveränderung vernichtet wurden und der Waldumbau eher misslungen sei. Trotz allem will man kein kategorisches NEIN aussprechen zu Bannwaldeingriffen und Flächennutzungen im Bannwald. Die Möglichkeit zur Abwägung mit anderen Interessen solle bestehen bleiben.
Baumschutz in den Wohngebieten
Bäume im Dorf und in allen Wohnquartieren sichern ein angenehmes, gesundes Mikroklima.
- Anke Lunemann und Grüne Gemeinderatskandidatenwollen einen viel konsequenteren Baumschutz. Lunemann bezeichnet Baumschutz als zentrale Aufgabe der Gemeinde, Baumschutz müsse sichtbar ernst genommen werden. Bei Anträgen auf Baumfällung sollen qualifizierte Baumgutachten erstellt, Genehmigungsverfahren strikt eingehalten und Alternativen zur Fällung systematisch geprüft werden. Sie will eine Verschärfung der Baumschutzverordnung, so etwa eine Erhöhung der Ersatzquote, wenn besonders wertvolle Bäume entnommen werden, eine ausreichende Pflanzgröße und gesicherte Pflegeüber mehrere Jahre. Baubegleitender Baumschutz soll verbindlich vorgeschrieben und kontrolliert werden. Der Erhalt von Altbäumen müsse oberste Priorität vor jeder Neuplanung haben.
- Timo Leeser (SPD)unterstützt eine Novellierung der Baumschutzverordnung und er will durch Informationskampagnen und Bürgeraktionen mehr Bewusstsein schaffen für unsere grünen Lebensräume.
- Das Bürgerforum ist auch beim Baumschutz gegen ein kategorisches JA oder NEIN. Bestandschutz alter Bäume wird grundsätzlich befürwortet, ein absoluterVorrang des Baumschutzes nicht. Im Einzelfall müsse abgewogen werden. Eine Überarbeitung der Baumschutzverordnung wird unterstützt und das Augenmerk auf hochwertige Ersatzpflanzungen, konsequente Kontrolle und insgesamt mehr Neupflanzungengelegt.
Mikroplastik und sog. Ewigkeitschemikalien (PFAS)
Ein oft unterschätztes Problem für Grundwasser und Gesundheit - auch in Hohenbrunn.
- Anke Lunemann und GRÜNE Gemeinderatskandidaten sehen verschiedene Möglichkeiten, Belastungen durch Mikroplastik und PFAS lokal anzugehen: absolute Transparenz, enge Abstimmung mit zuständigen Behörden, konsequente Vermeidung der Schadstoffe in der kommunalen Beschaffung und durch sorgfältige Prüfung künftiger Firmenansiedlungen, Aufklärung und Sensibilisierung aller relevanten Akteure und der Bürger*innen für vorsorgenden Umweltschutz. Lunemann und ihre Kollegen sprechen die PFAS-Problematik auf dem Betriebsgelände der Firma Merck Schuchardt offen an. Sie fordern offene Kommunikation über alle Risiken und geplante Maßnahmen, Offenlegung der Schadstoffuntersuchungen und sachgerechte Dekontaminierung. Die Gemeinde, Verwaltung und Gemeinderat müssten dabei eine aktive Rolle übernehmen.
- Timo Leeser (SPD) sieht die Notwendigkeit und Möglichkeit, Belastungen durch Mikroplastik und Chemikalien lokal anzugehen, über Risiken und fachgerechte Entsorgung soll im Gemeindeblatt und in Veranstaltungen informiert werden. Konkrete Gefahrenquellen in Hohenbrunn für Mikroplastik und Ewigkeitschemikalien kennt er nicht.
- Das Bürgerforum erwähnt [ohne nähere Angaben], es gäbe eine Belastungsquelle in der MUNA. Zur Abhilfe wird die Entsorgung des kontaminierten Bodens vorgeschlagen. Lokale Gefahrenquellen könnten vermieden werden: Mikroplastikbelastungen durch unverpackt-Lädenund recup-Initiativen, Belastung durch Chemikalien, indem kein Gewerbe mit hohem Risiko für Umweltverschmutzung angesiedelt wird.
Wärme- und Verkehrswende
Klimaschutz ist Naturschutz, beides dient dem Menschenschutz. Wir brauchen lokale Taten statt großer Worte zur Wärme- und Verkehrswende.
- Anke Lunemann und GRÜNE Gemeinderatskandidaten wollen Ehrlichkeit bei der Wärmewende. Fernwärmeversorgung aus Geothermie werde es für viele private Haushalte in Hohenbrunn mangels Interesses der Stadtwerke München nicht oder nur mit sehr hohen Kosten geben. Sie setzen auf Wärmepumpen, energetische Sanierungen und Photovoltaik, die durch Information, Beratung und Förderprogramme seitens der Gemeinde unterstützt werden sollen. Kritisch wird die Verwendung von Holz zu Wärmezwecken gesehen. Holz werde als CO2-Speicher gebraucht und verbrenne viel schneller als es wachse. Man solle deshalb nicht Holzheizungen, sondern besser die Verwendung von Holz als Baustoff fördern.
Elektromobilität ist in Hohenbrunn auf dem Weg. Ladeinfrastruktur sei vorhanden, müsse weiter ausgebaut und weiter gefördert werden. Die Gemeinde könne dazu die Stellplatzsatzung anpassen. Der kommunale Fuhrpark sei schon weit elektrifiziert. Es gehe nun darum, Elektromobilität mit Energieerzeugung, sinnvoller Flächennutzung und neuen Nutzungsmodelle zu verbinden.
Zur Verkehrswende gehöre auch das Fahrrad als alltägliches Verkehrsmittel. Die vielen konkreten Vorschläge des AK Radverkehr, einer seit Jahren tätigen Arbeitsgruppe im Gemeinderat, verdienten mehr Aufmerksamkeit und Umsetzung. So sollen Fahrradstraßen und Fahrradrouten mit Anbindung an das Ottobrunner Radwegenetz endlich realisiert werden. Hohe Priorität habe die Anbindung an die Realschule. Es sei nötig, den Radverkehr sicherer zu machen durch entsprechende Straßengestaltung, Verkehrsregelung und Geschwindigkeitsbegrenzungen.
Die stärkere Nutzung eines attraktiveren ÖPNV wird als wesentlicher Baustein der Verkehrswende gesehen. Die Gemeinde kann und muss auf Planungen des Landkreises, des Freistaates und der Bahn, auf Streckenführung und Verfügbarkeit des MVV-Einfluss nehmen. Sie soll über den ÖPNV informieren und für seine Nutzung werben. - Timo Leeser (SPD) fordert klare Kommunikation beim Fernwärmeausbau, um teure Fehlinvestitionen für Hausbesitzer*innen zu vermeiden. Offensichtlich erwartet er, anders als Lunemann, Fernwärmeversorgung im größeren Stil und in absehbarer Zeit. Er spricht sich für Windräder in Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden und mit Bürgerbeteiligung aus.
Der Umstieg auf Elektromobilität soll durch mehr gut erreichbare Ladeinfrastruktur an öffentlichen Plätzen, auch für E-Bikes und kommunale Förderprogrammeunterstützt werden. Sein Leuchtturmprojekt für die Verkehrswende wäre ein Wochenend-Nachtbus zwischen Hohenbrunn und Neuperlach Süd. - Das Bürgerforum will als kommunalen Beitrag zur Wärmewende weiterhin nachhaltige Wärmeerzeugung fördern [nähere Details oder Prioritäten werden nicht genannt]. Als Anreiz für den Umstieg auf Elektromobilität wird mehr car-sharing mit E-Autosvorgeschlagen und für eine intensivere MVV-Nutzung soll ein sog. Umwelt-Ticket für Hohenbrunner Bürger*innen, das die Gemeinde kostenlos online zur Verfügung stellt (nach dem Vorbild Höhenkirchen-Siegertsbrunn), eingeführt werden.
Mit Klimawandelfolgen umgehen
Was kommt mit dem fortschreitenden Klimawandel auf uns zu - wie können wir uns schützen?
- Anke Lunemann und GRÜNE Listenkandidatenbeschreiben ein ganzes Bündel an Maßnahmen, die sie in Hohenbrunn zur Abwehr der Klimawandelfolgen einsetzen wollen:
- mehr Bäume, mehr Grünflächen und Entsiegelung für Schatten, Kühlung und Aufenthaltsqualität,
- bewusstes Wassermanagement (Regenwasser vor Ort halten, Versickerung fördern, mit Trinkwasser bewusst sparsam umgehen) und rechtzeitige Identifikation sensibler Bereiche, also Vorsorge statt Schadensbeseitigung im Nachhinein,
- Hitzeschutz und Anpassungen im Alltag, wie schattige Wege, kühle Aufenthaltsorte, Trinkwasserbrunnen und mehr Aufmerksamkeit für vulnerable Gruppen (Kinder und ältere Bürger*innen), Verhaltensänderung beim Individualverkehr und Wertschätzung für den local patch (eigener Garten, Ortsteil, Gemeinde) fördern. - Timo Leeser (SPD) setzt [anscheinend] darauf, die Klimawandelfolgen zu vermeiden und den Klimawandel noch weitgehend abzuwenden, er nennt:
- bessere Anbindung an den ÖPNV durch den bereits genannten Shuttlebus, der Autoverkehr reduzieren und klimafreundliche Mobilität stärken soll,
- gezielte Förderung grüner Wärme- und Energieplanung,
- klare Kommunikation über die Bedeutung von Umwelt- und Artenschutz, damit Bürgerinnen und Bürger die Relevanz dieser Themen erkennen und aktiv mitgestalten. - Das Bürgerforum empfiehlt ähnlich wie die GRÜNEN aktives Wassermanagement und intensiven Baumzuwachs, in Hauckes Worten:
- möglichst wenig Flächenversiegelung,
- Renaturierung des Waldes, weg von den maroden Fichtenholz-Friedhöfen,
- private und öffentliche Baumpflanzungen.
Fazit
Die Auswertung zeigt: Wer Transparenz und konkrete, lokal umsetzbare Naturschutz-, Umwelt- und Klimaschutzkonzepte sucht, findet diese vor allem bei den GRÜNEN, der SPD und - an manchen Stellen weniger ambitioniert - beim Bürgerforum. Unter den Kandidierenden fürs Bürgermeisteramt zeigt die GRÜNE Anke Lunemann die größte Detailtiefe und Sachkenntnis.
Enttäuschend für den BN ist die Haltung der Kandidierenden von CSU und Freie Wähler-ÜWG, des parteilosen Bürgermeisterkandidaten und der FDP, die sich einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit den vom BN vorgelegten Naturschutzfragen entzogen haben. Wer wie die CSU „die Schöpfung bewahren“ will oder wie Karlheinz Vogelsang „Naturverbundenheit“ für sich reklamiert, muss konkrete Vorschläge machen und darf den Dialog nicht scheuen.
An alle Wählerinnern und Wähler: Informieren Sie sich, fragen Sie Ihre Kandidierenden und machen Sie Ihr Kreuz für den Naturschutz!
